Marian Audio-Systeme im Einsatz bei der Produktion von "Route 66 - ein amerikanischer albTraum" - dem ersten "Open Source Movie" der Welt.

Route 66: Legendäre Verbindungsstraße von Ost nach West, quer durch die USA. 6500 Meilen Highway. Endlose Weiten, unverbauter Horizont, das oft zitierte Gefühl motorisierter Freiheit. Mit der Vorstellung, dem amerikanischen Traum einfach hinterherzufahren und der festen Absicht, die Reise in einem selbst gedrehten Road-Movie festzuhalten, machen sich drei junge Sachsen in Begleitung ihrer Kamera auf den Weg. Und welches Gefährt wäre dafür besser geeignet, als ein Cadillac Modell 74.

Der Caddie avanciert dann bereits in der ersten Szene, in der er mitten in menschenleerer Wüste, irgendwo auf einer staubigen Strasse in New Mexico den Geist aufgibt, zum eigentlichen Hauptdarsteller. Älter als die menschlichen Protagonisten des Films, ausgestattet mit einem monströsen Gewicht und einem Benzinverbrauch jenseits aller Vernunft, gibt er sich während des Films äußerst launenhaft. Die dreiköpfige Besatzung, denen das Gefährt oft auch als praktische Übernachtungsmöglichkeit dienen muss, hat alle Mühe, die lebende Legende über die schier endlose Distanz bis an die Westküste der Vereinigten Staaten, zu bewegen.

So dreht sich ein gutes Stück der Handlung um die verzweifelte Suche nach einer rettenden Werkstatt. Eine Kleinigkeit im Service-Land USA sollte man meinen - aber weit gefehlt. Als Ausgleich sorgt er für interessante Reisebekanntschaft, in denen schon mal die Zufallsbekanntschaft an der Zapfsäule gegenüber Interesse am Erwerb des Caddies zeigt oder mitten auf der Strasse, wenn am Ziel der Reise zwei kalifornischen Girls durch das "Schlachtschiff" zur spontanen Kontaktaufnahme motiviert werden.

Während der Film um diesen Fixpunkt kreist, erzählt er authentisch und direkt eine Reise quer durch Amerika, von San Diego, über Washington und New York bis Los Angelas, mit echten Menschen und grandiosen Landschaftsaufnahmen. Dabei ist nicht etwa ein überlanges Urlaubsvideo entstanden, sondern ein 104-minütiger Spielfilm - ein Road-Movie mit erstaunlichen optischen und akustischen Qualitäten. Soundkulisse und ein eigens komponierter Soundtrack wurden komplett in 5.1 produziert.

Obwohl dem finalen Werk durchaus Leinwandqualität attestiert wurde, beschritten die Macher bei der Vermarktung einen anderen Weg. Sie deklarierten den Film als Open Source. Der komplette Film und das gesamte Rohmaterial - Bilder, Effekte, Sounds, Musik, mehr als 300 GB an Daten - sind frei und können kostenlos verteilt werden.

Obendrein bekommt man "Route 66" auf DVD, das Buch zum Film, den Soundtrack lizenzfrei zum Selbstkostenpreis. Passenderweise gaben die Macher dem Projekt den Namen VEB Film Leipzig. So steht der "volkseigene" Film denn auch als Download frei im Web zur Verfügung und wurde bislang bereits mehr als 100.000 von der Webseite der Macher herunter geladen.

Um die Lizenzproblematik der durch die bei den Aufnahmen eingefangenen Musikfetzen, die bei Gesprächen oder während der endlosen Fahrt aus dem Autoradio im Hintergrund zu hören waren, zu umgehen, wurde der Film aufwändig nach vertont. So wurden alle problematischen Musikschnipsel durch Eigenkompositionen ersetzt.

route 66
route 66
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Mehr noch, jedes in diesen Szenen enthaltene Nebengeräusch, vom Zuschlagen der Autotür bis zum allgegenwärtigen Fahrgeräusch des 74er Caddies, musste "nachsynchronisiert" werden. Für Letzteres wurde man beim Motorgeräusch eines alten VW Bullie Diesel bei Tempo 70 fündig.

Das Bildmaterial - im ungeschnittenen Zustand immerhin 1500 Minuten - mit Schnitten, Blenden und Effekten umfasste am Ende 20.000 Elemente, hinzu kamen Musik und Ton mit bis zu 30 Spuren.

Für die Produktion des Soundtracks und die Audio-Post-Produktion kamen mehrere Marian Marc 8 Audio-Systeme zum Einsatz, die, wie Nachvertonungsspezialist und Film-Komponist Thomas P. Bechhold feststellte: "eine ausgezeichnete Soundqualität und Dynamik bringen, ohne Störgeräusche zu verursachen und vor allem bezahlbar sind."

Die Dreharbeiten zum neuen Werk der Crew (Arbeitstitel: "Die letzte Droge") sind mittlerweile angelaufen. Dafür wurde der Gerätepark um weitere Marian Audio-Systeme aufgestockt. Mit der Fertigstellung wird Ende des Jahres gerechnet.

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